E-Autos Pro & Contra

  • Wann seid ihr das letzte Mal 3 Tage am Stück im Stau gestanden? Ich nehme bewusst einen Tesla als Beispiel, da der aufgrund fehlender Wärmepumpe im Stand sehr viel Energie zum Heizen braucht (während der Fahrt wird die Abwärme aus dem Akku genutzt, aber das hilft im Stau nicht). Andere E-Autos sind sparsamer, haben dafür oft kleinere Akkus.

    Ein Tesla braucht bei maximaler Heizleistung über 6 kW - klar, kann man sagen "Skandal, da kann ich ja nur 12 Stunden im Stau stehen!" (wann wart ihr das letzte Mal 12h im Stau gestanden?). Das stimmt aber nicht, weil die Heizung nicht die ganze Zeit auf Maximum läuft, sonst hat es irgendwann 35 Grad im Auto. In der Praxis dürften 1,5 Tage gar kein Problem sein. Großer Vorteil bei Elektrofahrzeugen: das ganze läuft immer kontinuierlich. Heizung an, Sitzheizung an, Radio an, trotzdem Ruhe. Beim Verbrenner machen die meisten immer wieder mal den Motor aus - dann ist es immer warm/kalt/warm/kalt/warm/kalt. Und der geschwächte Bleiakku geht dann beim 10. Startversuch in die Knie, dann geht gar nichts mehr.


    Ich bin absolut gegen Diesel-Bashing, aber bitte vor dem E-Auto-Bashing 10 Sekunden nachdenken und nicht alles unreflektiert weitergeben.

  • Aber diese Diskussion hatten wir doch nun schon mehr als einmal.

    Wer ein wenig nachdenkt wird feststellen das diese Technologie mit den heutigen Stand der Technik nicht funktioniert.


    - wo kommen die vielen Akkus her

    - wo werden sie entsorgt

    - Kinderarbeit beim Abbau von Rohstoffen für unsere E-Autos

    - versuche nur mal 3 Schnellladestadionen in nur drei nebeneinander stehenden Häusern zu beantragen.

  • Die Diskussion ist sehr wichtig, da die vermeintlichen Anti-E-Auto-Argumente oft auf Vorurteilen basieren.


    • Wo kommen die ganzen Verbrennungsmotoren her? Klar, die Akkus müssen genauso produziert werden wie Verbrennungsmotoren auch.
      Ist Lithium knapp? Nein, da geht uns eher das Öl aus.
      Bringen wir die armen Chilenen um ihr Trinkwasser, wenn Lithium abgebaut wird? Lithium wird aus einer Sole extrahiert, einem stark salzigen Wasser. Das kann man weder trinken, noch Pflanzen damit gießen. Der Prozess der Lithium-Gewinnung ähnelt etwas der Gewinnung von Meersalz in Salinen
    • Die Akkus werden entweder einer Zweitverwendung zugeführt (z.B. Hausspeicher) oder recycelt. Durch die weitgehend standardisierten Zellen wird hoch automatisiertes Recycling stark vereinfacht (am Anfang als "Laptop-Zellen" belächelt).
    • siehe oben, das ist billige Propaganda (wenn man wollte könnte man das auch 1:1 auf Rohstoffe für Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren übertragen, die bestehen auch nicht nur aus Eisen und Baumwolle)
    • Wer sollte das wollen? Keiner muss zuhause mit mehr als 11kW laden - wenn jemand 22kW möchte, weil haben besser ist als brauchen, wird das auch nicht scheitern - spätestens wenn jeder gemerkt hat mit welchen Gleichzeitigkeitsfaktoren man rechnen kann.
      Zur Erinnerung: jemand der 20.000 km im Jahr mit 20 kWh/100 km fährt, benötigt 4000 kWh. Wenn er die ausschließlich zuhause bei 11kW lädt, dann lädt er 364 Stunden. Das wäre eine Stunde am Tag, sprich 4% der Zeit.
      Jetzt kommt wieder das Argument "aber es laden doch alle gleichzeitig um 19h" - es mag Häufungen geben, z.B. in der Umgebung von Industriebetrieben die ganz starre Schichtzeiten haben. Ansonsten ist es beileibe nicht so, dass alle gleichzeitig nach Hause kommen. Nicht jeder wird jeden Tag laden, nicht jeder wird 100% zu Hause laden und nicht jeder wird direkt nach Ankunft laden, sondern im Sinne der Akkuschonung auch geplant sodass der Akku zur Abfahrt am Morgen gefüllt ist.


    Nicht vergessen, dass die Technik der batterieelektrischen Fahrzeuge ganz am Anfang steht während die Verbrennungsmotoren weitgehend ausentwickelt sind. Es gibt noch extrem viele Optimierungsmöglichkeiten, aber ich will an dieser Stelle keinen Roman schreiben.

  • Vielleicht sollte man einen Thread über alternative Antriebe, bzw über Elektroantrieb aufmachen. Das Thema E-Auto ist, glaube ich, nicht zum lachen. Mit dem wird man sich in Zukunft noch viel auseinandersetzen müssen.

  • Sammy du nimmst als Referenz einen TESLA. Welcher normale Mensch mit einem Einkommen von sagen wir mal durchschnittlich 1800 € Netto kann sich einen Tesla für 70000 € leisten?? Und dafür bekommt man gerade mal den nicht wirklich brauchbaren kleinen Akku, also den S 40D. Wenn man einen Tesla S 90D mit brauchbarer Reichweite braucht, dann kostet der schlappe 120000 €.

    Dann ist das noch nicht mal ein Kombi und Anhängerbetrieb kannste auch knicken, dann ist nach 10 km bergauf der Akku leer...

    Man sollte als Referenz vielleicht ein E-Golf nehmen. Der liegt bei 28000 € und hat bei den aktuellen Temperaturen eine realistische Reichweite von 100 km... Aber auch hier mangelt es an Platz und Zuglast...

    Ford Escort MK V CLX 1,6 EFI 16V 8)
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  • Danke für's Abtrennen, das ist sinnvoll.


    Ich schrieb oben, warum ich den Tesla als Referenz genommen habe - ich hatte im Hinterkopf, dass der eGolf immer eine Wärmepumpe verbaut hat. Stimmt aber nicht, es war/ist Sonderausstattung. Grundsätzlich wäre ein Mondeo aber nicht mit dem Golf vergleichbar - und Fahrzeuge mit einer Reichweite wie der eGolf sind keine Langstreckenfahrzeuge. Trotzdem ein sehr gutes Auto - es wird immer die Frage bleiben "wieviel Akku brauche ich denn?" - gerade wo viel innerorts gefahren wird (Pizza-Service, Stadtwerke, Briefzustellung) werden Autos viel bewegt ohne große Strecken zurückzulegen. Auch beim Zweitwagen oder Pendlerfahrzeug können 200 km Reichweite locker reichen.


    Grundsätzlich plädiere ich dafür Preis & Technik zu trennen - wer 1800 Euro netto hat, wird sich auch keinen neuen Mondeo kaufen. Aktuell ist es wirtschaftlich nicht sinnvoll Elektrofahrzeuge zu fahren - wer es dennoch tut, tut das aus Überzeugung oder Gefallen an den Vorteilen (ruhiges dahingleiten). Niemand muss ein schlechtes Gewissen haben einen Verbrenner zu fahren und gewiss sind die aktuellen Elektroautos noch nicht perfekt. Aber wird sind an einem Punkt, dass die Machbarkeit der batterieelektrischen Mobilität für PKWs bewiesen ist. Für Kurz- und Langstrecken, siehe die 24h-Fahrt mit dem Model 3: hier wurden auf einer deutschen Autobahn binnen 24 Stunden 2644km zurückgelegt. Inklusive Ladepausen. Und die Ladetechnik ist noch nicht am Ende, 200 kW-Schnellladen könnte realistisch sein.


    Der Porsche Taycan wird auch interessant werden (ja, ich weiß, auch kein Auto für die Massen - aber Technologieträger waren noch nie Brot & Butter-Autos): durch 800V gegenüber 400V Batteriespannung kann hier theoretisch doppelt so schnell geladen werden (so entstehen auch die von Ionity propagierten 350 kW) und es sind höhere Leistungsentnahmen möglich (wobei die Teslas zumindest bei kurzzeitigen Beschleunigungen auch keine lahmen Gurken sind - ich gehe aber davon aus, dass Porsche den Anspruch hat, dass der Taycan auch auf Rennstrecken funktioniert).

    Immerhin hat Ford schonmal die Bedeutung der Ladeinfrastruktur erkannt und ist von Anfang an bei Ionity dabei - richtig interessant wird es dann in 1-2 Jahren, wenn mehrere Hersteller mit Volumenfahrzeugen kommen.

  • Peter55 Wir schauffen es nicht unsere Autobahnen in Schuss zu halten geschweige denn einen Flughafen zu bauen, dann willst Du  Induktionsschleifen in ganz Deutschland verbauen. Das erleben wir zwei nicht mehr.

  • Und der Wirkungsgrad dieser Schleifen ist unterirdisch :(

    Im Stand, wenn eine mechanische Annäherung möglich ist, geht noch was, aber unterwegs...

  • Völlig unrealistisch das Ganze.

    Mondeo Mk I 1995 2.0 TDi Fließheck Ghia 90 PS manuell Vorderrad schwarz

    Mondeo Mk III 2001 2.0 TDi Turnier Trend 115 PS manuell Vorderrad panther-schwarz

    Mondeo Mk IV 2009 2.0 TDCi Turnier Titanium 115 PS (150 mit Bluefin) manuell Vorderrad thunder-metallic

    Mondeo Mk V 2016 2.0 TDCi Turnier Titanium 180 PS (200 mit GP-Tuning) Powershift AWD indic-blau metallic

  • Bauen wir erstmal einen Flughafen, bevor wir uns mit dem Ausbau unserer E-Auto-Infrastruktur befassen...

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  • Ist schon ein schwieriges Thema,


    wenn man das technische Hintergrundwissen über Elektrizität nicht hat, ist ein mitreden bei diesem Thema eigentlich nicht möglich. Alles was nicht möglich ist, ist folgendes.


    Alle Mieter einer Mietwohnung haben nicht die Möglichkeit an ihrer Ladesäule zu laden (wenn es denn überhaupt welche gäbe). Auch ist es nicht möglich an allen Straßenlaternen eine zusätzliche Ladestation anzubringen (Idee eines nicht Technikers, nicht schlecht), aber leider benötigt die Ladung eines Automobilakkus doch deutlich mehr Leistung wenn man ihn in ein paar Stunden wieder benötigt.


    Da steht dann zur Wahl, entweder Licht oder Laden. Obwohl ich davon ausgehe das auch nur alleine das Laden ohne Laternenlicht nicht funktioniert und die Leistung der Straßenlaternen bei weiten nicht für eine Breite Masse an Fahrzeugen für eine Ladung ausreicht.


    Es bedeutet in jedem Fall eine Aufrüstung der Elektrischen Anlagen der Städte und Gemeinden. Zusätzliche Umspannwerke sind erforderlich um die Energie zur Verfügung zu stellen die gebraucht wird. Dazu kommt dann noch das systematische verlegen der Leistungskabel für die Ladesäulen. Das bedeutet das überall wo diese Infrastruktur zum Laden von E-Autos gewollt oder benötigt wird, die Straßen großflächig aufgerissen werden müssen um die nötige Hardware bereitzustellen.


    Diese ist im Moment leider nicht vorhanden. Für die die es nicht verstehen. Ich habe eine Maschine gekauft (einfach irgendwas was ich gerne zu Hause betreiben möchte) Diese Benötigt aber 32A Drehstrom. Diese zusätzliche Energie ist aber im Haus nicht verfügbar. Um die Maschine betreiben zu können müsste dann im Haus eine Leitung zur Hauptverteilung gelegt werden. Leider noch nicht fertig. Ich kann die Leitung nirgendwo anschließen, da die Installation bereits ausgereitzt ist. Lösung, es muss ein neuer Anschluß von der Straße aus gelegt werden.


    Fertig, JA. Aber nur für das eine Haus und die eine Maschine (Wohnung). Nicht für alle Wohnparteien im Haus, wenn jeder eine solche Maschine (E-Auto) hat. Dann wäre die Leistung die von der Stadt kommt zu gering alle zu versorgen. Es würden dann neue Kabel mit größerem Querschnitt nötig das zu tun. Straße aufreissen, ausreichend dickes Kabel verlegen. Fertig? Nein. Die neu verlegten Kabel die dann im Umspannwerk liegen können nicht bertieben werden, da das Umspannwerk nicht über die Kapazitäten verfügt die benötigt werden. Also, neue Umspannwerke mit Anschluss an Kraftwerke bauen. Einfach nein. Wo eh kein Geld in die Deutsche Infrastruktur inverstiert wird.


    Solarenergie? Ja aber man sollte sich vor Augen halten das die großen Solarpanel (1,64x0,99 Meter zu Stück 170€) eine Leistung von 300W leifern. Hier kann man sich ausrechnen wie viele dieser Panels man benötigt um einen E-Kleinwagen zu laden.


    Das umzusetzen dauert in meinen Augen Jahrzehte. Obwohl ein E-Autofahren für den Stadtberieb schon gut wäre. Reich weite bis 300km


    Alles andere ist Nonsens. Passt vielleicht für Großverdiener, Eigenheimbesitzer die sich einen Tesla von der großen Kategorie leisten können. Aber Anhänger ziehen ist trotz dem nicht möglich.


    Alle die oben sitzen, Regierung, Autoindustrie wissen das. Es gibt momentan aber keine Alternative die in der Technologie so weit fortgeschritten ist wie das E-Auto. Es wird gelogen das sich die Balken biegen, man stellt sich gegenseitig Zertifikate über Umweltfreundlichekeit aus. Batterien werden mit bis zu 85% Kohlestrom erzeugt und als Umweltfreundlich deklariert. Jeder Kleinbürger wäre längst im Knast gelandet bei solch einem Betrug. Aber es sind ja keine Kleinbürger sondern Automobielkonzerne die hier im Lande vorgeben was getan und erlaubt ist.


    Hinzu kommt noch, dass eine Studie von ZDF-Info besagt,


    https://www1.wdr.de/fernsehen/…ind-sie-wirklich-100.html


    das sich das E-Auto was mit herkömmlicher Energie geladen wird gegenüber anderen Fahrzeugen (Benziner/Diesel) erst bei eine Gesamtfahrleistung mit 40KW Batterie Kleinwagen erst bei 72.000km besser wird als ein herkömmliches Fahrzeug. Bei einem E-Auto mit 58KW Batterie dann 100.000KM und zuletzt die Oberklasse dazu mit 95KW Batterie dafür 166.000km benötigt um Umweltfreundlicher als ein Diesel zu werden.


    Das kommt nicht von mir. Das ist vom Fraunhofer Institut ermittelt worden.


    Also wer, drauf abfährt soll sich ruhig weiter in die Irre führen lassen. Denn eine Zukunft mit E-Autos ist nicht sinnvoll und nicht durchführbar. Wo ich eine Chance in den nächsten Jahren sehe ist auf der Kurzstrecke in Stadtverkehr. Der Rest ist Volksverdummung. Aber eine Komplettlösung wir es nicht geben.


    Doc

    Man erntet was man säht.

    Pinarello 65.1

    Pinarello F10 Disk

    Codierung mit Forscan und UCDS, sowie Zuordnung Reifendruckanzeige 42651 Solingen

  • Ich arbeite an einem Bürogebäude und es wird 230 Ladestationen mit 460 Anschlüssen für Elektroautos geben. Um dies zu erreichen, gibt es 2 Transformatoren mit einer Leistung von 4000 kW (10 kV). Wir können kein Büro weiter bauen, weil in der Bodenverkabelung einfach kein Platz mehr ist. Die Anpassung der Infrastruktur wird an die Verbraucher weitergegeben, so dass der kWh-Preis für Strom steigt. Bei einigen Ladestationsfirmen ist es heute genauso teuer, Diesel wie elektrisch zu fahren.

    In Wohngebieten mit vielen Sonnenkollektoren fallen die Wechselrichter regelmäßig aus, weil die Spannung zu hoch wird. Die Bezirksstationen können die Rücklieferung nicht abwickeln. Diese Stadtteile können auch keine Ladestationen mehr platzieren, da das Netzwerk zu instabil wird.


    Ich denke, die Lösung sollte hauptsächlich von Verbrennungsmotoren und elektrisch nebeneinander kommen und sich nicht in einen Hype stürzen müssen, auf den wir noch nicht vorbereitet sind.

  • Wenn "wir" uns etwas umstellen: Ja ! Wieviel Kilometer fährt den der "Durschnittsdeutsche" täglich ?! 40-50 km. Auch muss man vielleicht von dem Ansatz wegkommen dass alle immer nachts die Kiste laden. Warum ? Das Auto steht im schnitt an 23 Stunden des Tages irgendwo rum. Auf dem Firmenparkplatz, zu hause, auf dem Supermarktparkplatz, in der TG des Kinos....wo auch immer. Sprich: Es gibt prinzipiell genug Zeit das Auto entsprechend zu laden. Bei denen die die Möglichkeit haben von mir aus nachts in der Garage, bei anderen tagsüber auf dem Firmenparkplatz, die halbe Stunde beim Einkaufen im Supermarkt, die 2 Stunden im Kino und und und. Ebenso wenig muss man das E-Auto immer voll laden. Wie geschrieben: Bin ich ne halbe Stunde im Supermarkt und bietet sich die Möglichkeit wird eben eine halbe Stunde mal "50 km Reichweite getankt". Auch im Zuge der Digitalisierung sollte alles kein Problem sein. In derRegel weiß ich heute was ich morgen für eine Strecke fahren will. Dies könnte ich in einer App eingeben; also z.B.: Morgen brauche ich 100 km Reichweite. Dazu ein Puffer. Den Rest macht das Auto im Zusammenspiel mit den Netzen. So können die Akkus der Fahrzeuge sogar als "Stromspeicher" dienen. Stehen gerade Strom im Überfluss zur Verfügung werden eben die Akkus voll geladen. Besteht Stromknappheit können die Akkus bis zu dem von jedem eingegeben "Grenzwert" (eben diese 100 km für morgen) wieder entladen werden. Hier könnte man sogar einen "Gewinn" machen. Stromüberangebot wirds sehr günstig bis kostenlos geladen. besteht Mangel und ich habe mich bereit erklärt den Akku entsprechend entladen zu lassen und bekomme dafür dann evt.sogar eine "Vergütung" ...perfekt. sagt ein teilnehmer eben "Ich will morgens immer 100% vollen Akku haben" hat er eben "Pech". Den bekommt er dann eben. Wenn es blöd läuft lädt er gerade dann wenn eh Knappheit herrscht und zahlt viel (u.a. vielleicht an mich weil ich angegeben habe mir reichen morgen 50 km und mein Akku kann dann entsprechend einspeisen).

    Ergo: genauso wie heute nicht alle Autofahrer zur gleichen Zeit tanken müssen die E-Autos jeden Tag bzw. nacht alle voll geladen werden. Im ersteren Fallwürden wir wohl auch schnell erkennen das selbst die vorhandenen Tankstellen bei weitem nicht ausreichen und wir täglich in den Schlangen vor den Zapfsäulen stehen würden.


    Ansonsten wandeln sich auch die Hersteller langsam eher zu Mobilitätsanbietern. Es gibt ja schon Modelle. Kaufst du ein E-Fahrzeug bekommst du ein Recht x-mal im Jahr einen kraftstoffbetrieben Mietwagen zu bekommen. Damit wären dann auch die berühmte "Urlaubsreise" etc abgedeckt oder sonstige Sonderfälle.


    Auf verheißungen wie Brennstoffzelle zu hoffen.... naja, in Nischen vielleicht, in der Breite ? Realistischer weise nicht. Der aktuelle Energiebedarf des Verkehrssektor beträgt in etwa 770 Terawatt/h. Würden alle fahrzeuge akkubetrieben sein würde der Energiebedarf auf ca. 220 Terawatt/h fallen. Wollte man alles auf Wasserstoff/Brennstoffzellen umrüsten würde der Gesamtenergiebedarf des Verkehrssektors auf ca 1000 Terwatt/h steigen. Ergo: Auch Argumente wo der ganze Strom herkommen soll stellen sich erst Recht mit Wasserstoff/Brennstoffzellen und eher nicht bei Akku. Auch sonst hat Wasserstoff/brennstoffzelle ja eher Nachteile (Stand heute könnte eine Wasserstofftankstelle max. 3-4 Fahrzeuge pro Stunde betanken), die Technik ist ähnlich Komplex wie heutige Dieselmotoren die eher eine rollende Chemifabrik sind. (Trockenblasen mit gefilterter Luft etc.) alles wieder Technik die dazu geneigt ist kaputt zu gehen.


    Denken wir auch an den rest und sind realistisch: das erste was aus Innenstädten "rausfliegt" werden kraftstoffbetriebene Fahrzeuge sein. Ich denke das werden sogar wir noch erleben. Wie schnell dann auch E-Autos bzw. Individualverkehr mit diesen "verbannt" wird wird sich dann zeigen. Auch hier kommen oft Arguemnte wie "Dann kauf ich eben im Internet und dieStädte werden aussterben". Dürfte auch Quatsch sein. Sicherlich werden einige dann wegbleiben. Andere dafür umso mehr die Aufenthaltsqualität genießen,länger verweilen und auch mehr Geld ausgeben. Die paar die dann eben nicht mehr kommen wenn sie nicht, am liebsten in den Laden rein, fahren können: verkraftbar. Auch hier müsste sich was ändern. Wieso nicht an den Stadträndern P&R Parkplätze bauen und diese an den ÖPNV anbinden ?! Ist absolut jedem zuzumuten am Stadtrand in den ÖPNV umzusteigen. Auch hier kann man z.B. überlegen auch für Einkäufe einen Service anzubieten. Man geht in die Läden, kauft sich Ware, bezahlt, gibt vielleicht noch einen Zeitfenster der Rückfahrt ein und gut ist. Die Einkäufe werden dann in ein Schließfach etc. am P&R Parkplatz geliefert. Kommt man dort dann an lädt man die Sachen direkt ins Auto.


    Kurzum: Eigentlich gibt es für die breite Masse nichts sinnvolleres als ein E-Fahrzeug. Selbst die derzeit gebotenen Reichweiten sind eigentlich, wenn man ehrlich ist, fast überdimensioniert. Ausnahmen gibt es immer. meinetwegen den Außendienstler. Der fährt eben weiter Diesel. Ist aber meiner Meinung nach eh ein "aussterbendes Berufsbild" in Zeiten von VR etc.

  • An die Befürworter der Elektroschrott-Mobilität:



    Das ist der Stand jetzt, wo wir hauptsächlich mit Verbrennern fahren. Nun rechnen wir nochmal 40 Millionen Elektroschrottautos allein in Deutschland obendrauf...

    Aber wir haben dann saubere Luft hier.

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  • Die Reichweitenangaben hinken arg.

    Batterietechnologie hat noch viel Potential in der Erforschung, Verbrenner wurden aktiv gut über 100 Jahre erforscht und entwickelt.

    Die Berechnungen mit den Kilometerangaben sind teilweise "uralt" und die externen Kosten die noch anfallen werden auch selten betrachtet.


    Korrekt ist, dass es an sich auch am Netz und den örtlichen Gegebenheiten letztlich schwer ist unzusetzen.

    In der Theorie sind Photovoltaik mit Pufferspeichern eine gute Lösung mit der man auch mal eben 100-200km Gegenwert an Strom speichern kann. Problem: Kostet ordentlich.

    Auch korrekt ist, dass in Mietwohnungen oder großen Eigentümergemeinschaften nicht mal eben eine Steckdose mit Zähler etc. gezogen werden kann (sofern nicht mit Leerrohren etc geplant wurde). Da muss aber auch die Politik in die Pötte kommen.


    Letztlich funktioniert keine 100%-ige Abdeckung durch einen einzigen Antrieb. Man wird mit power-to-gas arbeiten müssen. Das ist aber auch ein allgemeines Problem das man mit Erneuerbaren Energien hat. Stichwort Zuverlässigkeit ;) bspw. synthetisch Erdgas herzustellen ist möglich und dann kann man auch bestehende Infrastruktur verwenden.

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