Beiträge von Sammy

    Jede Technik bringt ihre Herausforderungen mit sich, nichts ist perfekt. Beim Umstieg von Feature Phones auf Smartphones hat sich die Laufzeit auch auf einen Bruchteil reduziert ohne dass es bis heute eine "Lösung" dafür gäbe. Am Ende ist eben die Frage, was bringt den besten Mix (Nutzererlebnis, laufende Kosten, etc.). Für mich ist das aktuell der Diesel, da ich weder an der Wohn- noch an der Arbeitsstelle eine Lademöglichkeit habe und es kein dem Mondeo vergleichbares Elektroauto in dem Preissegment gibt. Das kann sich aber ändern.

    Wir haben ein Fahrzeug mit Multitronic in der Familie - interessantes Konzept (damals blind bestellt, da sie ganz frisch auf den Markt kam), bis auf die Kupplung als Anfahrelement (statt eines konventionellen Wandlers) ziemlich robust, aber von der Effizienz (des Getriebes!) auch nicht atemberaubend. Ich würde behaupten moderne Wandlerautomaten ziehen dort gleich, ohne genaue Zahlen zur Hand zu haben. Ein CVT-Getriebe kann die Drehzahl optimieren, aber nicht die Last des Motors.


    Bis man einen 80 kWh-Akku leer hat, kann man einige Male ordentlich durchbeschleunigen. Ein Diesel braucht dabei auch ordentlich. Natürlich kann man die Problematik des kleinen Energiespeichers nicht wegdiskutieren - Diesel hat einen Brennwert von 10,4 kWh/l, d.h. unser 63l-Tank ist vergleichbar mit einem 650 kWh-Akku. Das größte was es aktuell in Serien-PKW gibt sind 100 kWh. Das zeigt aber auch schon den krassen Unterschied im Wirkungsgrad, denn mit diesen 100 kWh kommt man im realen Fahrbetrieb gut über 400 km, bei vergleichbarer Fahrweise kommt der Diesel mit 6-fachem Energieinhalt im Tank vielleicht 900 km.

    n bei einem Dieselmotor liegt irgendwo bei 40%. Davon kommen 80-90% am Rad an (beim Handschalgetriebe, beim Automatik wesentlich weniger). 20% ist doch ein wenig zu tief gegriffen.

    Die fehlende Abwärme beim E-Auto muss auch erst erzeugt werden, das verschlechtert den Wirkungsgrad massiv. Schließlich will niemand im kalten Auto umherfahren! 90% sind da vielleicht erreichbar, allerdings nur ohne Zusatzverbraucher. Im Enddeffekt sinds auch nur 60-70% geschätzt.


    Die Zusatzverbraucher hast du auch beim Diesel. Die 40% werden oft genannt, sind allerdings im realen Fahrbetrieb nicht erreichbar, sondern bezeichnen den idealen Betriebspunkt. Die Hauptprobleme bei Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor sind die schwankenden Drehzahlen und die wechselnden Lastzustände - deswegen ist der Wirkungsgrad in der Praxis extrem schlecht, obwohl der Motor theoretisch sehr gut ist. Ein Kraftwerk lässt sich eher dauerhaft in einem günstigen Betriebspunkt betreiben.


    Ich habe vor 12 Jahren auch noch gesagt "im Leben werde ich mir keine Energiesparlampen kaufen, solche Funzeln nur um etwas Strom zu sparen. Heute habe ich nur noch im Backofen eine konventionelle Lampe, ansonsten nur noch LED-Leuchten in der Wohnung -> es muss nur die Alternative gut genug sein, dann steigt man gern um. Hier ist es der bessere Wirkungsgrad und die "ewige" Haltbarkeit. Beim Elektroauto ist es der bessere Wirkungsgrad und die atemberaubende Beschleunigung.

    ? Ein von einem Diesel geladenes eAuto kann nie (!) besser sein, als der Diesel selbst. Oder zählst du die Diesel nicht zu den Verbrennungsmotoren?


    War vielleicht missverständlich ausgedrückt - mit "diesel-betrieben" war gemeint, dass es sich um ein mit Öl befeuertes Kraftwerk, i.d.R. GuD-Kraftwerk handelt. Dort ist ein elektrischer Wirkungsgrad von um die 40% erreichbar (höhere Wirkungsgrade beinhalten i.d.R. die Abwärme-Nutzung, die oft aber nicht erfolgt). Ein Diesel schafft in der Praxis (realer Fahrbetrieb) unter 20%, ein Elektroauto um 90%. Daher ist bei gleichem Brennstoff der Gesamtwirkungsgrad eines Elektrofahrzeugs in etwa doppelt so hoch als bei einem Fahrzeug mit ICE (Verbrennungsmotor).

    Doch, das geht auch mit den Keyless Go-Schlüsseln. Die müssen dazu nur in den Backup-Slot gesteckt werden: ersten Schlüssel in Backup-Slot, Zündung an, Zündung aus, zweiten Schlüssel in Backup-Slot, Zündung an. Geht aber nur nach Freischaltung im BCM.

    Die Aktivierung sollte mit Forscan problemlos möglich sein, den Code kann man dann einfach im IPC anzeigen lassen. UCDS braucht man m.E. nur, wenn man den Werkscode ändern möchte.

    Wenn jemand einen 868 MHz-Fernstartschlüssel im neuen Design zu einem vernünftigen Preis abgeben möchte, hätte ich ggf. Interesse.

    Grundsätzlich macht es selten Sinn alte Dinge wegzuwerfen, weil neue etwas "sauberer" sind. Das gilt auch für Baumaschinen - ich behaupte, dass es für die Umwelt viel schlechter ist neue zu produzieren und die alten wegzuwerfen, als ein bisschen Ruß in die Umwelt zu blasen.


    Im Zuge der natürlichen Erneuerung (bei einem Auto ist man oft nach 20 Jahren an dem Punkt, an dem Reparaturen langsam unwirtschaftlich werden, weil die Karosserie an vielen Ecken anfängt zu rosten) ist es aber begrüßenswert, wenn der Ersatz weniger Emissionen hat. Warum da jetzt Elektromobilität schlecht sein soll ist m.E. nur mit Lobbyarbeit zu erklären. Natürlich kann man sagen der Akku hält nur 50.000km, wird zu 0% recycelt und der Strom kommt zu 100% aus Braunkohle. Aber das geht an der Realität vorbei. Ich bin davon überzeugt, dass alle sich für Elektroautos begeistern, sobald sie mal eines gefahren sind. Denn ein derartiges Ansprechverhalten ist mit einem Verbrennungsmotor selbst im Sportwagen nicht zu schaffen. Und wenn am Ende nur der doppelte Wirkungsgrad rauskommt (weil man ein Diesel-betriebenes Kraftwerk zur Stromerzeugung nutzt), dann ist das immer noch eine Latte, die mit einem Verbrennungsmotor nie erreichbar ist.

    Das Modul mit dem Sicherungskasten ist das BCM - ich habe ohne Ausbau versucht den zu entziffern, bin aber gescheitert (das war ganz am Anfang, einer der Versuche herauszufinden, ob die Nachrüstung beim Mondeo tatsächlich funktionieren könnte).


    Die „digitale Variante“ mit den zwei Schlüsseln (das Video hatte ich oben verlinkt) geht nur wenn die Option im BCM aktiviert ist, ist aber viel einfacher :)

    Es gibt eine Service-Prozedur um die Kopplung ans Navi zu deaktivieren. Dann verhält sich die Verkehrszeichenerkennung wie von dir beschrieben, taugt aber für den Alltag nicht viel weil schon relativ oft auf Daten aus dem Kartenmaterial zurückgegriffen wird.

    Für mich ist das eine tolle Sache - ich bin ganz ehrlich und gebe zu, dass ich den Luftdruck eher selten prüfe (einmal nach dem Reifenwechsel und dann max. 1x während der Saison). Ich schaue aber vor jeder längeren Fahrt und spätestens alle 2 Wochen mal im Menü "Reifendruck" vorbei und checke dort den Druck. Daher ist das für mich persönlich ein Sicherheitsgewinn durch verbesserten Komfort.


    Das hat schon seine Berechtigung, gerade auch bei "schleichendem Verlust", man fährt sich etwas kleines ein, dann fährt man mit 180 auf der Autobahn, der druckt sinkt langsam. Irgendwann ist man dann bei 1,5 bar und kurz bevor man ein schwammiges Fahrverhalten merkt platzt der Reifen. Sicher, das passiert sehr selten (ich habe auf vielen 100tkm lediglich einmal ein Ventil verloren, da hätte der Sensor auch nicht geholfen). Aber immerhin so oft, dass sicher jeder jemanden kennt, dem etwas ähnliches passiert ist.

    Ich bin da zwiegespalten - auf der einen Seite bin ich von der Elektromobilität komplett überzeugt, auf der anderen Seite geht mir die Diesel-Diskussion irgendwo am Allerwertesten vorbei. Für mich ist das nur Panikmache und Verbreiten von Angst. Ich werde den Mondeo für den geplanten Zeitraum fahren, danach wird sich dann zeigen ob ich noch die Gelegenheit nutze einen V8 zu fahren oder direkt auf ein Elektrofahrzeug gehe. Ich denke für die meisten Autofahrer macht nur letzteres Sinn, für mich persönlich ist das ein bisschen eine emotionale Geschichte.


    Zum Wertverlust: ich empfehle jedem ein Auto kaufmännisch abzuschreiben und nach 3 oder 5 Jahren mit einem "Restwert von 0 Euro" zu betrachten. Natürlich versucht man beim Wiederverkauf soviel wie möglich rauszuholen, aber ein Auto als Vermögenswert zu betrachten halte ich persönlich für den falschen Ansatz. Die Gesamtkosten sehe ich mir nach einem Fahrzeugwechsel an. Ich bin der Meinung, dass bei Autos als Konsumgegenständen viel zu viel finanziert wird - wenn ich im weiteren Umfeld sehe dass Fahrzeuge über 6 Jahre mit Schlussrate finanziert werden, läuft da irgendwas schief. Mich macht es einerseits viel gelassener, wenn ich nach 3 Jahren das Auto als wertlos ansehe, zum anderen reduziert das m.E. die Gefahr erheblich, an dieser Stelle über den Verhältnissen zu leben.

    Granada76 : die Funktion wird hauptsächlich vom BCM übernommen, im IPC gibt es durch eine spezielle Prozedur lediglich die Möglichkeit den "Factory Code" anzeigen zu lassen. Daher kann ich mir nicht vorstellen, dass der "kleine Tacho" da ein Hindernis ist.


    Um das zu testen, empfehle ich das Keypad im BCM zu aktivieren, sicherzustellen dass ein Code gesetzt ist (mit UCDS auslesbar/änderbar) und die Prozedur aus folgendem Video zu probieren (ab 2:02min):



    ChristianA : ja, die Pins kann ich dir aus dem Stromlaufplan raussuchen. Zur Not kann man auch etwas basteln, manch Car-HiFi-Umbauer gehen da recht pragmatisch ans Werk (Loch in Stecker bohren, zweite Kabeldurchführung neben dem Stecker installieren). Ich möchte es immer so original wie möglich haben, daher habe ich den Türübergabestecker verwendet.

    Für eine ausführliche Anleitung mit Bildern fehlt mir leider die Zeit, aber wenn das noch jemand nachrüsten möchte werde ich die aufkommenden Fragen gerne beantworten. Für mich war die größte Herausforderung die männlichen Pins für den Türübergabestecker zu bekommen. Allerdings bin ich davon überzeugt, dass ich falsch verpackte Leitungen von Ford USA bekommen habe, eigentlich hätten die passen müssen.


www.autodoc.de